
Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt. Römer 1,16
Mit Gott erlebt
Mein erster Traktateinsatz
Während dem Studium an der Theologischen Hochschule wurden wir in der Weihnachtszeit aufgefordert, an einem Traktateinsatz teilzunehmen. Da dies mein erster Einsatz war, ging ich mit gemischten Gefühlen hin. Wir waren 10 Studenten, die in der Stadt unseren Mitmenschen christliche Schriften weitergaben und versuchten, in ein Gespräch zu kommen. Wir hatten auf den Strassen wertvolle Kontakte und ich kehrte mit grosser Freude vom Einsatz zurück. Dadurch, dass ich mich zu Jesus Christus bekannt hatte, hat er sich zu mir bekannt und ich durfte erleben, dass sich dadurch mein Leben positiv geändert hat.
Das Gesetz des Herrn ist vollkommen. Es erquickt die Seele; Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig. Es macht den Unverständigen weise. Psalm 19,8
Was wäre, wenn ich das Traktat nicht gegeben hätte?
Seit einem Jahr helfe ich in einer Verteilgruppe mit, Traktate zu verteilen. Da ich in der Stadt in einem Dienstleistungsbetrieb arbeite, kenne ich viele Leute. Deshalb ist das Traktatverteilen für mich eine besondere Herausforderung. Immer wieder sehe ich ein bekanntes Gesicht und kann dieser Person mit Überzeugung ein Traktat weitergeben. Manchmal aber wende ich mich ab oder stecke meine Traktate in die Tasche. Bei einer solchen Versuchung bete ich sofort: "Herr hilf mir, dass ich nicht feige bin!"
Eines Morgens verteilte ich auch Traktate, als eine mir bekannte Frau entgegen kam. Zuerst wollte ich meine Traktate in die Tasche schieben und tun, als ob ich auf jemanden wartete. Doch als sie dann in meiner Nähe war, fasste ich Mut und streckte ihr ein Traktat entgegen. Zu meiner Verwunderung nahme sie es dankend an und nach einem kurzen Gespräch ging sie weiter. Ich war so froh, dass der Herr Jesus Christus mir die Kraft und den Mut gab, ihn zu bekennnen.
Etwas drei Monate später wurde ich schmerzlich an diese Begegnung erinnert, als ich vernahm, dass diese Frau tödlich verunglückt sei.
Nur ein Traktat! - Hat sie das Traktat wohl gelesen? - Was wäre, wenn ich ihr kein Traktat gegeben hätte?
Bei jedem Traktateinsatz denke ich immer wieder an dieses Erlebnis - besonders dann, wenn eine bekannte Person auf mich zukommt. Der Herr schenkt mir Freude, Kraft und Mut und seine Worte aus Matthäus 10,32 begleiten mich:
Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel.
Neugierig
Mit grosser Neugierde habe ich Ihre Internetseiten durchstöbert und die schönen und interessanten Traktate gelesen. Nur zu gerne möchte ich endlich einen Bibelfernkurs machen und habe diesen mit Freude bei Ihnen gefunden. Stellen Sie mir bitte die nötigen Unterlagen zu!
Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. Johannes 14,21
Christen werden nicht pensioniert!
Nach der Pensionierung habe ich mir ein GA gekauft und will mir die Schweiz mit der Bahn ansehen. Ich nehme aber immer auch Traktate mit, um sie weiterzugeben. Dabei erlebte ich einiges:
Auf einem Perron kamen mir mit strammen Schritten drei Soldaten entgegen. Schnell streckte ich ihnen die beiden Schriften entgegen, die ich in der Hand hatte. Sie nahmen sie und eilten weiter. Da kehrte derjenige zurück, der keines erhalten hatte und erbat sich auch eines! Ich nahm aus dem Rucksack weitere Traktate und gab ihm davon. Dankend eilte er wieder davon!
Auf einer Bank sassen drei junge Leute, die das angebotene Traktat ablehnten. Ich sagte ihnen, dass dies etwas Kostbares sei und dass sie es doch zuerst prüfen sollen, bevor sie es ablehnen. Sie fanden, dass ich Recht hätte und nahmen die Schriften an. Als ich etwas später wieder in ihrer Nähe war, sah ich, wie sie eifrig drin lasen!
Ein Sämann ging aus zu säen! Als er säte fiel etliches an den Weg, anderes aber fiel auf den felsigen Boden, anderes unter die Dornen. Anderes aber fiel auf das gute Erdreich und brachte Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig und etliches dreissigfältig! Matthäus 13, 3-9
Unterwegs im Zug
Als heruntergekommener Drogenkonsument sass ich eines Morgens im Zug, als eine ältere Dame mir eine Karte mit einem Bibelspruch überreichte. Ich war damals alles andere als offen fürs Evangelium und reagierte abweisend. Hätte dies Dame diplomatisch gehandelt, hätte sie mir wahrscheinlich ein Schöggeli gegeben und gesagt, es komme dann schon irgendwann gut mir mir.
"Mein Wort ist meines Fusses Leuchte" lautete die kurze Botschaft auf dem Zettel, die mich mitten ins Herz traf. Der Heilige Geist wirkt viel öfter als uns lieb ist; zur Unzeit und durch den Mund unbegabter Redner.
Also - haben wir doch den Mut zum Klartext, es zahlt sich aus!
Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert...! Hebräer 4,12
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